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wordpress_logoSeit einiger Zeit geistert mir immer wieder der Wunsch durch den Kopf in meinem Blog bestimmte Themen besser abgrenzen zu können. D.h. einerseits sowas wie zu bestimmten Themen einen eigenen Blogbereich zu führen und die Möglichkeit zu haben, bestimmte inhaltliche Extras unterbringen zu können ohne viel im PHP-Code rumwurschteln zu müssen. Da ich als „professioneller Laie“ kaum was von PHP verstehe, sind das in der Regel „Trail and Error“-Kamikaze Aktionen, die ich nur mit Netz und doppelten Boden durchführe (hiermit ist Frank’s freundliche Unterstützung gemeint 😉 ).

drupal_logoUnter der Hauptdomain „nsah.de“ läuft schon seit geraumer Zeit eine Drupal-Installation. Dies ist meine erste Testinstallation mit Drupal gewesen und ich habe gerade in der Anfangszeit viel gelernt bzw. lernen müssen. Denn so viele positive Seiten Drupal auch hat, so schnell mal installieren und komfortabel losbloggen wie mit WordPress klappt definitiv nicht. Dazu hat Frank Helmschrott bereits im Upload Blog einen ausgezeichneten Artikel geschrieben, der den Unterschied zwischen WordPress und Drupal deutlich macht. Mein ersten Vorhaben mit Drupal war das Einrichten eines Blogbereiches mit den gängigen (Komfort-)Funktionen, die ich bei WordPress kennen und auch schätzen gelernt habe. Das Ganze gestaltete sich für mein Empfinden mühsamer als das alljährliche Auswählen und Zusammensuchen der Weihnachtsgeschenke für die liebe Familie.

Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen: Drupal einrichten

Vieles was bei WordPress gleich nach der Grundinstallation bereit steht, muss in Drupal erst konfiguriert werden. Darüber hinaus macht die Flexibilität von Drupal einem leichtfüßigen WordPress-Blogger wie mir das Leben zu Beginn ungewohnt schwer. Ich musste auf einmal Entscheidungen treffen und zwar jede Menge Entscheidungen. Entscheidungen in Bereichen bei denen ich bisher nicht geahnt habe, dass es dort überhaupt etwas zu entscheiden gibt. Erst musste ich mich mit den mächtigen Funktionen auseinander setzen und dann entscheiden auf welchem Weg ich was realisieren will … puh … Fragen über Fragen … mein Kopf rauchte.

Nehmen wir mal als Beispiel die Anzeige der Blog-Kategorien in der Sidebar. Eine Standardfunktion, die mit jeder Blogsoftware in der Regel schnell und einfach zu verwirklichen ist, falls es da überhaupt etwas zu tun gibt und die Funktion nicht von Haus aus bereits vorhanden und aktiviert ist. So etwas stellt bei WordPress (fast) jedes Theme ohne weiteres „Hand anlegen“ zur Verfügung. Bei Drupal muss ich dies selbst mittels eines Moduls realisieren. Und da geht es schon los: Welche passenden Module gibt es für diesen Zweck (meist reichlich)? Welches dieser Module will ich nutzen, um die Anzeige der Kategorien des Blogs zu realisieren? Oder steige ich gleich tiefer in Drupal ein und realisiere mein Vorhaben mit Hilfe des „Views“ Moduls in dem ich mir Ansichten selbst definieren kann?

Gehirnjogging: Drupal hält mich fit

Es gibt konstruktiv gesehen viel zu Lernen:  viel Lesen, viel Sichten, viel Ausprobieren bis ich mich für eine Lösungsvariante entschieden und diese auch konfiguriert habe. Das kostet Zeit und ggf. auch Nerven. Immer wenn ich anfange meinen Einstieg mit WordPress und meinen Einstieg in Drupal zu vergleichen, bin ich sehr schnell nahe daran, dass ich lieber beim bewährten WordPress bleiben sollte. Wären WorpPress und Drupal Fahrzeuge, so würde ich mit meinem WordPress Smart schon lange durch die Gegend düsen und mir höchstens Gedanken darüber machen ob ich den Wagen nicht mal schnell neu überlackiere, während mein Drupal LKW noch in der Tiefgarage steht und ich dabei bin zu entscheiden welches Getriebe wo eingebaut werden soll.

Was bringt mich also trotzdem dazu auf Drupal umzusteigen?

  1. Ich möchte meine Inhalte flexibler handhaben können als es mir mit WordPress möglich ist (Stichworte sind dabei: Themenblogs unter einem Dach, ggf. Integration von Wiki- oder Datanbankelementen,
  2. Mit Drupal stehen mir mehr Möglichkeiten offen als mit WordPress
  3. Ich möchte lernen mit einem ausgewachsenen CMS umgehen zu können (Joomla und TYPO3 sind nichts für mich)
  4. Neugierde … 😉
  5. Mittlerweile gibt es auch ansehnliche freie Themes für Drupal

Fazit

Also setzte ich mich selbst ein in Zugzwang indem ich dies zu meinem letzten Beitrag hier in meinem WordPress-Blog erkläre! Neue Artikel veröffentliche ich nur noch unter rausgebloggt.de [mittlerweile wieder „nsah.de„] und demnächst werde ich die Artikel aus diesem Blog in Drupal importieren (… auch hier habe ich noch keine Ahnung wie ich das erledigen werde …) und eine entsprechende Weiterleitung erstellen.

Es gibt viel zu tun … also packe wir’s an (die älteren Leser werden den Slogan noch kennen 😉 ).

Nachtrag (06.2009): Inzwischen bin ich nach ca. 1,5 Jahren mit diesem Blog zu WordPress zurückgekehrt. Wer mehr dazu wissen will, liest am besten hier nach: Warum statt Drupal, Habari oder WordPress „normal“ nun WPMU?.

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