Welches CMS für mein Projekt?, Teil 2: Erste Ernüchterung

by Nils on 18. Oktober 2006

Ich möchte immer noch gerne Drupal bei meinem Websiteprojekt “Kommunikation im Alltag” einsetzten. Leider ist der Einstieg doch etwas schwieriger als ich mir gedacht hatte.

Wie bereits erwähnt bin schätze ich mich als professionellen Anwender ein, der Wissen im Bereich HTML hat und sich ein wenig mit CSS, PHP und MySQL auskennt. Nach Möglichkeit möchte ich bei meinen Lösungen lieber vorhandene Software, Module oder Tipps aufgreifen. Selbst in irgendwelchen Codes rumwühlen ist nicht unbedingt mein Ding.

Hier zeigt sich Drupal z.Zt. für mich als etwas widerspenstig. Die Installation hat noch geklappt. Das Hinzufügen von Modulen und einige erste Gehversuche verliefen noch relativ erfolgreich und ohne große Hindernisse. Jetzt tauchen die ersten für mich schwierigeren Probleme auf.

Erstens zerstört das Amazon Modul für Buchrezensionen das Layout meiner bevorzugten Themes (Friendselectric und das adaptierte K2-Theme). Auf eine Forenanfrage wurde ich darauf hingewiesen, dass in den dazugehörigen Nodes irgendwo ein schließendes TD() fehlt. Nach einem kurzen Blick in den PHP Code des Amazon Moduls, habe ich entschieden dieses erstmal nicht zu nutzen und die Rezensionen selbst als einfache Artikel anzulegen.

Dann tauchte das zweite Problem auf. Bei dem K2 Theme, das ich gerne nutzen will, wird die Navigation verzerrt und weiß auf weißem Hintergrund angezeigt. Das bedeutet wahrscheinlich, dass es irgendwo im CSS Code des Themes hakt. Ich bin sehr am Überlegen, ob ich nicht doch erstmal Joomla nutze. Einfach aufgrund der stärkeren Nutzerbasis und Modulvielfalt. Obwohl Drupal mir grundsätzlich das bietet was ich mir wünsche (stabil, flexibel, mehrfach Blogfunktionalität, sehr auf Communitys ausgerichtet, relativ sicher).

Der Anspruch und Bedarf an Einarbeitung ist bei Drupal vermutlich höher als bei Joomla, dafür wirkt Drupal flexibler und stabiler auf mich. Andererseits ist die deutschsprachige Community von Joomla weitaus größer als bei Drupal und somit ist es in der Regel leichter Hilfe zu bekommen und für mich durchführbare Lösungen zu finden.

Im Moment eine schwierige Entscheidung für mich … und dabei würde ich doch lieber Inhalte erstellen als mich um das Drumherum zu kümmern … naja, z.Zt. erstelle ich eben eher Projektberichte als Projektinhalte ;) !

{ 6 comments… read them below or add one }

1 Nils Dezember 23, 2007 um 19:20

Ist zwar etwas her, aber jetzt bin ich zumindest mit meinem Blog auf Drupal umgestiegen.

Einerseits hat sich bei Drupal viel in den letzten Monaten bewegt, so dass einiges leichter zu realisieren ist als vorher und andererseits habe ich endlich genügend Anlauf genommen, um durch die etwas steilere Lernkurve zu Beginn zu kommen … ;) !

Jetzt bin ich gerade dabei die importierten alten Beiträge zu prüfen und neu freizuschalten und dabei über diesen gestolpert … :) … was lange wärt, wärt endlich gut!

2 Stefan Januar 13, 2007 um 12:55

Und? Für was hast Du dich entschieden? Für Drupal oder WordPress :-)

3 Nils Schulte am Hülse Januar 13, 2007 um 23:57

Tja, Du bringst es auf den Punkt. Im Moment steht Wordpress bei mit wirklich im Fokus, da Drupal zwar großes Potential hat, aber für mich einfach zu einarbeitungsaufwendig ist.

Allerdings ist meine Projektzielsetzung grade dabei sich anders auszurichten als ich es gedacht hatte. Mal sehen was draus wird.

4 seya Juni 7, 2007 um 11:48

Hallo,

ich habe auch Wordpress ins Auge gefasst, aber bei mir ließ sich das gut einen Tag verwenden. Danach speicherte es nichts mehr ab. Neue Seiten wurden ohne Inhalt erstellt. Alte Seiten speicherten ohne Inhalt ab.
Und das war nur eines der Probleme. Ich denke, Wordpress ist, was den Webspace anbelangt, sehr anspruchsvoll.

Im Moment versuche ich Drupal zu zähmen. Ich würde auch lieber Inhalte verwalten. B2evolution wäre auch etwas. Aber wie bei Drupal ist die meiste Unterstützung eher auf englisch. Deutsch gibt es auch. Aber das Forum zeigt Beiträge an, die vor elendig langer Zeit erstellt wurden und keiner antwortet.

Also ist mein derzeitiges Ergebnis:

- wordpress (geht nicht)
- drupal (in Zähmung, musste aber die .htcass-Datei löschen, weiß noch nicht, was das bedeuten kann)
- b2evolution (könnte es wohl werden, ist aber nicht annähernd so flexibel wie andere, was das Aussehen anbelangt. Schnelle Änderungen sind nicht drin)
- nucleus (wird nach drupal drankommen, wenn mich drupal nicht überzeugt)
- textpattern (alles auf Englisch und bei richtigen Problemen, ist das ein Problem für mich – wie erzähle ich es so, dass die nicht vor Lachen auf dem Boden kullern)

Bisher hat mich aber noch keine weitere Software überzeugt.
- joomla (Sicherheitsprobleme – lassen sich nicht abändern. dings, wie heißt es? globals.php? ist auf on und ich kann es nicht ändern)

5 Nils Schulte am Hülse Juni 17, 2007 um 20:39

Hi Seya,

Dein Beitrag ist leider im Spamfilter hängengeblieben ohne dass ich es bemerkt habe.

Also Wordpress als anspruchsvoll zu bezeichnen halte ich für stark übertrieben. Alles was Du benötigst ist Webspace mit PHP und eine MySQL Datenbank (ich bin hier mit all-inkl z.B. sehr zufrieden). Drupal und Joomla sind eher anspruchsvoller als Wordpress.

Die Probleme von denen Du schreibst klingen eher untypisch. Hattest Du mehrere Plugins im Einsatz?

Mit Drupal habe ich mich mittlerweile auch stärker beschäftigt. Das System halte ich für anspruchsvollere Einsatzzwecke als einen einfachen Blog als sehr vielversprechend. Dafür muss man sich damit auch entsprechend Zeit zur Einarbeitung nehmen. Frank Helmschrott hat übrigens grade den Drupalblog gestartet.

Zu Nucleus ist mir vor kurzem noch der interessante Erfahrungsbericht “Nucleus CMS oder Wordpress?” über den Weg gelaufen.

Also wenn Du einen Blog aufziehen willst oder nur eine kleinere Seite verwalten willst, würde ich Wordpress noch eine zweite Chance geben. Für aufwendigere Sachen würde ich dann als erstes Drupal prüfen. Joomla sagt mir persönlich nicht so zu, aber mit Wordpress zusammen ist es das System mit dem größten deutschsprachigen Support.

Was interessant sein könnte wäre ggf. Movable Type, dass in der kommenden Version wohl Open Source werden soll.

6 Gast März 16, 2009 um 10:42

Auch ich nutze für eine Vielzahl meiner “Projekte” Wordpress. Manchmal auch als CMS. Ein Beispiel hierfür wäre mein derzeitig aktuelles Projekt, welches sich mit dem Thema Handytarife befasst. Die Url könnt Ihr dem Kommentarformular entnehmen.

Manchmal verwende ich aber auch Joomla. Je nachdem.

Grüße

Andreas

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