Suche nach einem “einfachen” CMS

by Nils on 22. September 2006

Ich bin auf der Suche nach einem passenden Content Management System für mein(e) Projekt(e).

Am liebsten wäre es mir ja, wenn ich die eierlegende Wollmilchsau fände:

  1. leicht einzurichten und zu bedienen
  2. hochflexibel und anpassbar
  3. große Community für Unterstützung und Support
  4. läßt sich mit vBulletin integieren
  5. gute Templates sind vorhanden
  6. Kostenfrei (Open Source)

Bei meiner Suche bin ich auf folgende CMS gestossen:

Erstmal habe ich einige Systeme gefunden, die zwar auf den ersten Blick recht nett wirkten, aber letztendlich für mein Hauptprojekt aus verschiedenen Gründen nicht in Frage kommen:

CMSimpel

Ein ganz kleines und einfach gestricktes CMS. Die Navigationsstruktur ergibt sich einfach aus den Überschriften. Für mein Vorhaben dann doch zu einfach.

CMBasic

Ebenfalls ein sehr einfaches CMS. Ideal falls man wirklich nur ein einfaches CMS braucht. Wer keine Benutzerverwaltung bzw. ein ausgefeiltes Redaktionssystem braucht ist mit diesem deutschen MiniCMS gut bedient. Es gibt in einer 2006er Ausgabe des Magazins “Internet Intern” ein ausführliches Tutorial zu dem CMS (welche Ausgabe genau weiß ich im Moment nicht … wird nachgereicht).

e107

… ist ein weiteres nettes CMS. Ebenso wie …

sNews

klein, smart, chick … mehr dazu hier

Website Baker

Ein junges deutsches Projekt mit leider noch nicht so hohem Verbreitungsgrad.

Koobi

… ist leider ab der Standartversion kostenpflichtig (ca. 140,- EUR). Es wirkt sehr professionell und scheint auch eine großere Zahl von Anhängern zu haben.

Von Nuke oder dem Spinnoff Postnuke bin ich nicht besonders begeistert. Dies ist zwar das erste weitverbreitete “Volks CMS” und erfreut sich auch heute noch einer großen Zahl an Anhängern, aber einerseits sehen die meisten Seiten mit diesem System grauenhaft aus und darüber hinaus hat Nuke und seine Derivate generell keinen guten Ruf bei Profis. Zu der Nukefamilie gehört auch Xoops, was auf mich schon einen etwas solideren Eindruck macht als die beiden anderen Nukesysteme. Aber wenn ich aus Gründen der großen Nutzer und Entwicklergemeinde auf ein “Volks CMS” setzten würde, dann wäre es schon eher …

Joomla

Joomla (vormals Mambo) ist z.Zt. wohl das beliebteste CMS für Einsteiger und Anwender mit geringen Kenntnissen in Punkto PHP, CSS und HTML. Die große Community sorgt für viel Unterstützung und bringt schnell für die verschiedensten Probleme oder Anforderungen Lösungen hervor. Von Experten wird es tendenziell verschmäht und als zu unprofessionell betrachtet. Obwohl es durchaus auch professionelle Joomla Websites gibt. Die Versuchung auf die große Unterstützung zu setzten und das breite Angebot an Themes und Erweiterungen zu nutzen ist sehr groß für mich mit meinen Begrenzten Code und Webdesign Kenntnissen.

CMS Made Simpel

Ist ein weiterer interessanter Kandidat. Ein einfaches und sehr leistungsfähiges CMS mit großer Community (es findet sich sogar ein Deutscher Bereich im Supportforum). Das sich relativ schnell aus einem sehr einfachen CMS weiterentwickelt.

Letztendlich hängengeblieben bin ich erstmal bei …

Drupal

Das System ist sehr vielversprechend, professionell und macht viel möglich. Der Nachteil ist dabei, dass man seine Seite nicht in 5 Minuten online hat. Sobald man etwas mehr als die Grundfunktionen benötigt ist Einarbeitung in das System erforderlich. Damit passt Drupal genau genommen nicht zu der Überschrift, da es zumindest nach meinem Empfinden kein “einfaches” CMS ist.

Obwohl WordPress eigentlich ein Blogsystem ist, möchte ich es hier zumindest noch erwähnen, da es sich mit gutem Willen und etwas Spucke auch als “einfaches” CMS nutzen lässt!

Wer sich weiter im Bereich der freien CMS umsehen möchte, für den ist Opensourcecms.com eine empfehlenswerte Anlaufstelle mit einer guten Übersicht zu freien CMS-Projekten. Übrigens sind dort ebenfalls Infos zu freier Software für Blogs, Foren, E-Commerce, Groupware, e-Learning, Image Galleries und Wikis zu finden. Darüber hinaus sind auch auf cmsmatrix.org Infos zu CMS-Systemen zu finden.

Neben den anfangs von mir beachteten Aspekten der benötigten Zeit und des benötigten Know-Hows zur Installation, Ausgestaltung und Pflege des CMS stellt sich für mich nun noch die Frage der Funktionalität in Bezug auf meine Ziele.

Dies führt für mich zur Frage: Blog, Wiki, Forum, CMS oder alles zusammen?

{ 10 comments… read them below or add one }

1 Ich habe mir so viel vorgenommen ;) : Mein Internetprojekt a Oktober 18, 2006 um 09:38

[...] Als erstes will ich mir mal überlegen was genau denn auf der Seite passieren soll und anfangen mich umzusehen was es so an passenden CMS Systemen gibt. [...]

2 MasterD Januar 1, 2008 um 15:05

Schon mal Typo3 probiert?
ist einfach,
schnell installiert,
Funktionell hervorragend,
free
und ein pro tool!!

lg Master

3 Nils Januar 1, 2008 um 18:17

Danke für den Hinweis, aber Typo3 erschien mir zumindest zu dem Zeitpunkt als ich einen Blick darauf warf nicht wirklich ein “einfaches” CMS. Ich habe mich hier nun für Drupal entschieden und bin sehr zufrieden. Allerdings denke ich, dass man Drupal auch nur bedingt als “einfaches” CMS bezeichnen kann ;) .

4 Frank April 12, 2008 um 01:33

Hab’ mir immer wieder die gleichen Fragen gestellt, und bin schließlich bei 2 Faviriten hängen geblieben:
TikiWiki/CMS ist im Kern ein Wiki, dass zu einem hochgradig professionellen und umfangreichen CMS erweitert wurde. Support in vielen Sprachen vorhanden, auch Deutsch.
MemHT ist noch recht jung, aber fast genauso leistungsfähig wie TikiWiki. Die deutsche Community hat sich gerade abgespalten, hier würde ich das “Original” empfehlen.
Im Intranet für mein “Brainstorming” setze ich WikkaWiki ein, ein reines Wiki.

5 Nils April 14, 2008 um 11:46

Danke für die Anregungen.

Ich werde mir die beiden bei Gelegenheit ansehen (zur Zeit muss ich die Folgen eines Küchenbrandes in unserem Büro erstmal in den Griff kriegen :( ).

6 Louisa November 16, 2008 um 17:14

Von CMBasic soll es in kürze eine verbesserte und um neue Funktionen aufgerüstete Version 1.6 geben.

Auch gibt es, frei nach dem Motto “Pimp my CMS” mittlerweile einige Erweiterungen und Plugin´s für das kleine CMS, kuckst du hier:
http://www.mfdweb.de/?cat=31

7 Nils November 17, 2008 um 22:09

Danke für den Hinweis!

8 alu November 19, 2008 um 16:14

Hi,

also mein Favorit ist Webspell.

hat eig alles was man so braucht und die Administration ist im Verlgleich zu anderen viel leichter. Die Verbreitung ist hoch, wird es doch hauptsächlich als ClanCMS für ESport genutzt.

Doch mit kleinen Anpassungen (meist nicht mal das nötig beim richtigen Template) kannst du auch eine private Page damit machen. Dann kannst du auch eine kleine Community aufbauen und und und.

Links:

Original Webspell: http://cms.webspell.org/ (große Community, der Code ist jedoch nicht ganz fertig)

Verbesserte Version: http://www.webspell.de.tt/ (Community ist kleiner, ist auch nicht so gern gesehen, doch einfacher in der Handgabung und durchdachte in der Ausführung. hat viele Plugins, die man beim Original erst integrieren muss, schon drin)

MfG

9 Andreas November 23, 2008 um 17:17

Ich habe eine Zeit lang mit artmedic cms gearbeitet und auch mit cmsimpel – für den Anfang und Einsteiger, die keine SQL Datenbank haben bzw. sich damit nicht auseinandersetzen wollen, sicherlich ganz praktisch.
Inzwischen aber bin ich auch bei Drupal gelandet. Sehr empfehlenswert finde ich das Buch “Das Einsteigerseminar Drupal 6″ von Thorsten P. Luhm – damit kann man den Einstieg ganz gut schaffen, auch wenn man Anfänger ist. Der Hinweis auf xampp und eine lokale Installation zum üben ist sicherlich gut für Anfänger, denn vieles kann man da erst mal testen.

10 Max März 1, 2010 um 22:04

EasyHP unter http://www.easyhp-cms.org könnte man auch ausprobieren.

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