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Das habe ich auch noch nicht erlebt. Während ich mich heute mit dem Buchführungsabschluss des letzten Jahres „vergnügte“, hatte ich plötzlich Schwierigkeiten mit der Internetverbindung. Im ersten Moment machte ich mir im Grunde keine Gedanken und durchlief das übliche Prozedere:

1. Router aus- und wieder einschalten und wenn das nicht reicht …

2. TNG-Box aus- und wieder einschalten

TNG ist ein in Kiel ansässiger lokaler Telefon- und Interntanbieter mit dem ich schon seit Jahren sehr zufrieden bin.

Doch diesmal reichte das nicht. Da ich gerade nicht zwingend ins Internet musste, habe ich nochmal 30 Minuten gewartet, das oben aufgeführte Prozedere erneut durchlaufen, falls es nur eine kurzfristige Netzstörung oder ähnliches war. War es leider nicht und so rief ich den TNG Support an, um zu klären wo das Problem liegt. Nun durfte ich feststellen, dass auch das Telefon stark beeinträchtigt war. Zunächst erhielt ich keine Leitung und dann rauschte und knackte es in der Leitung was das Zeug hielt.

Nach einem kurzen Gespräch mit dem Supportmitarbeiter, vermutete dieser, auch aufgrund des Knisterns in der Leitung, dass es sich um einen Defekt in der TNG-Box handelte und riet mir einfach zum TNG-Shop zu fahren und die Box auszutauschen. Gute Idee dachte ich und erledigte dies umgehend (Wochenende ohne Internet ist ja nix 😉 ). Wieder zu Hause angekommen, installierte ich die neue Box und wollte wieder loslegen. Ein sauberes Freizeichen bei Telefon war sofort wieder vorhanden. Nur mit dem Internet klappte es nicht sofort. Aber da fiel mir ein, dass es sein konnte, dass die TNG-Box nicht wie ich es benötigte als Modem konfiguriert war. Also schnell wieder beim Support anrufen, um das schalten zu lassen. Tja, und dann war während des Anrufes wieder das Knistern und Knacken in der Leitung. Ich dachte mir nur „Na super, dass kann ja heiter werden mit einem vermutlich nur schwer einzugrenzenden Problem.

Diesmal dauerte es ein paar Minuten in der Warteschleife bis ich zu einem Mitarbeiter durchgestellt wurde. Während ich wartete fiel mein Blick auf eine meiner externen Festplatten, die ich mittels eines simplen Kits angeschlossen hatte, um alte Daten von der alten Platte auf eine neue zu kopieren. Das Kit besteht aus einem Netzeil mit Stromanschluss direkt an die „nackte“ Festplatte plus entsprechendes Ansteckadapter für ein USB-Kabel. So muss ich Festplatten nicht immer erst in ein Gehäuse schrauben, damit ich mal schnell auf diese Zugreifen kann. Bisher fand ich das ausgesprochen praktisch und zeitsparend. Also nun fiel mein Blick auf die Festplatte und ich dachte mir, die brauchst du heute nicht mehr also kannst du die auch vom Strom nehmen. Genau in dem Moment in dem ich den Stromanschluss aus der Festplatte zog, verschwand das Rauschen und Knacken in der Telefonleitung und auch meine Internetverbindung lief wie eine Eins! Damit hatte ich die Ursache des Problems geklärt.

Ich hätte nicht gedacht, dass ein simples Netzteil solche extremen Auswirkungen haben kann. Zwischendurch ist mein MacBook auch noch abgestürzt, was mir bisher nur selten untergekommen ist und meines Erachtens nach auch mit der Störung zusammenhängen könnte.

Naja, Ende gut, alles gut!