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Vorweg eine Anmerkung von mir: Der folgende Text ist eher eine Rekapitulation meiner nicht sehr spannenden Geschichte mit dieser Website als ein hilfreicher Informationsartikel. Ich schreibe diesen Text, aus mehreren Motiven:

Einerseits als Klärung meiner bisherigen Entwicklung mit dieser Website. Ich möchte sehen welchen Weg ich bisher gegangen bin, was ich in diesem Bereich gelernt habe und darauf aufbauend eine Grundlage für Entscheidungen für die zukünftige Ausrichtung zu haben.

Andererseits nutze ich den aktuellen Schreibprozess ganz pragmatisch zum Testen des Einsatzes der Markdownsyntax beim Erstellen von Texten. Dabei kann ich gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen:

  • Ich probiere den iOS Markdown Editor Editorial auf meinem iPad aus,
  • ich vertiefe mein Wissen über die (Multi)Markdownsyntax und
  • ich kann testen welcher iPad only WorkFlow für mich gut zum Erstellen und Veröffentlichen von Artikeln auf einem WordPresssystem funktioniert.

Wer den Text trotzdem lesen möchte, kann sich nun als vorgewarnt betrachten. Und nun kommt nach dieser Einleitung noch eine weitere Einführung …

Es ist Mitte Februar 2014 und ich bin im Moment gesundheitlich etwas eingeschränkt.

Achtung: Triggerwarnung! Wer in dem Bereich sensibel ist überspringt einfach diesen Absatz mit meinen Auslassungen über meinen Gesundheitszustand 😉 . Eine schwere Entzündung im Mundraum beschert mir derzeit dauerhafte Schmerzen, Fieber, Abgeschlagenheit und schränkt meine Artikulations- und Bewegungsfreiheit ein. Dass das Zeug, das mir der Arzt auf einer Gaze in die entzündete Schleimhauttasche gestopft hat, auch noch dauerhaft einen übelkeitserregenden Geschmack in meinem Mund absondert, macht die Sache nicht besser.

Ich bin derzeit also nicht sonderlich umgänglich und außer Fernsehen und Lesen gibt es kaum erträgliche Beschäftigungen für mich. Glücklicherweise habe ich entdeckt, dass auch ein wenig herumtickern am MacBook und iPad einerseits eine schöne Ablenkung von meinem derzeitigen Zustand sind und andererseits kann ich jederzeit aufhören und Pause machen ohne etwas zu Ende bringen zu müssen. So konnte ich gestern Nacht nicht gut schlafen und habe dann angefangen meine Website hier aufzuräumen.

Vorgeschichte

Ich habe bereits 2006 eigentlich als Testinstallation begonnen hier mit WordPress zu arbeiten. Nach einiger Zeit bin ich für eine Weile auf Drupal umgestiegen. Nach der Erkenntnis, dass Drupal zwar auch ein tolles System ist, aber eher sinnvoll eingesetzt ist, falls man bestimmte Funktionalitäten umsetzen möchte und weniger, wenn man einfach nur gelegentlich selbst ein paar Artikel veröffentlichen will, bin ich wieder zu WordPress zurückgekehrt. Dann kam die Zeit in der mich die Multisiteidee gepackt hat. Nur eine WordPress Installation unter der man verschiedene Blogs für verschiedene Domains betreiben kann (diese Möglichkeit bietet Drupal übrigens in sehr solider Form von Haus aus). Damit spart man sich eine Menge Pflege- und Wartungsbedarf dachte ich mir. Damals war diese Multisiteinstallation leider nur mit Hilfe der getrennt entwickelten Version von WordPress mit dem Zusatz MU und einigen speziellen Plugins möglich (mittlerweile ist diese Funktionalität in WordPress direkt integriert). Ich durfte leider mehrfach feststellen, dass es zu Problemen mit dieser Form der Multisiteinstallation1 kam, deren Behebung mich wieder Zeit und Mühe kosteten. Auch nutzte ich die Multisitemöglichkeiten im Grunde wenig bis gar nicht.

Meine Aktivität auf der Seite hat dann in den letzten Jahren stark nachgelassen. Einerseits bin ich anderweitig gut beschäftigt gewesen und andererseits war es oft so, dass wenn ich dachte ich könnte mich um die Website kümmern, dann stand immer als erstes die Aufgabe vor meinen Augen, dass ich dringend alle Probleme mit WordPress lösen sollte bevor ich mir die Zeit nehme einen Artikel zu veröffentlichen. Und da diese Probleme vermutlich mit der alten Multisiteinstallation und dem von mir genutzten Domain-Mapping-Plugin2 zu tun hatten, sah es eher nach einer zeitaufwendigeren Aufgabe aus.

Erster Lösungsanlauf

Irgendwann im Herbst 2013 habe ich mir dann doch ein Herz genommen, um aus meiner Multisiteinstallation wieder eine normale WordPress Einzelinstallation zu machen. Im Grunde sind die Schritte zur Rückführung nicht allzu schwierig, aber bei mir hakte es dann doch noch an einigen Stellen. zu Gute Letzt hatte ich es geschafft, bis auf die eine Kleinigkeit, dass es mir nicht gelang Aufrufe von http://www.nsah.de auf http://nsah.de sauber umzuleiten. Ich habe wild recherchiert und ausprobiert … leider ohne Erfolg. So vermutete ich, dass durch die vielen Umorganisationen meiner Installation plus den vielen Plugins, die ich über die Jahre genutzt oder nur einfach ausprobiert hatte, sich irgendwo das Problem für mich unauffindbar eingeschlichen hatte. Die Lösung: einfach WordPress komplett neu aufsetzen und die alten Inhalte importieren.

Zweiter Lösungsversuch

Jetzt mit meiner Einschränkung während meiner Rekonvaleszenz habe ich mich nun zum Zeitvertreib an die komplette Neuinstallation von WordPress gewagt. Glücklicherweise konnte ich dies über einen längeren Zeitraum mit Pausen erledigen, da diese Seite kaum frequentiert wird und nicht unbedingt dauerhaft online sein muss. Das lief natürlich auch nicht ohne Komplikationen ab. Der schöne Moment, wenn man alles neu installiert hat, WordPress noch warm und glänzend vor einem steht und dann der Versuch die alten Inhalte mit der Meldung quittiert wird, dass der Upload auf 2 MB begrenzt sei (die Datei hatte 2,1 MB).

Nun war mein Ehrgeiz geweckt. Ich lass mich doch nicht mitten in der Nacht so kurz vor dem Ziel von so einer blöden Begrenzung behindern. Auf die Idee, dass dieses Uploadlimit sich irgendwo in WordPress verändern ließe kam ich gar nicht erst (könnte zwar sein, aber ich weiß es immer noch nicht). Ich war sicher, dass es an den Servereinstellungen des Hosters lag (später entdeckte ich erstaunt, dass ich bei meinem Hoster auf diese Einstellung sogar Zugriff gehabt hätte -.- ). Meine Idee war nun einfach eine Installation von nsah.de lokal auf meinem MacBook anzulegen und dort die Inhalte zu importieren um anschließend mit Hilfe des genialen Tools MySQLDumper die Datenbank zu sichern und dann hochzuladen und in die WordPressdatenbank von nsah.de zu importieren.

Das klappte zwar auch ganz gut, aber dann hatte ich bezüglich der Präfixe für die Tabellennamen der WordPressdatenbank nicht aufgepasst und einen Tippfehler eingebaut. So musste ich diese noch nachträglich anpassen, was zu weiteren Komplikationen führte, weil nur die Tabellennamen anzupassen reicht nicht aus. Ungünstigerweise funktioniert die Website dann problemlos, aber bei dem Versuch mich einzuloggen erhielt ich immer die irritierende Fehlermeldung:

„Du hast nicht ausreichend Rechte, um auf diese Seite zuzugreifen.“

Ich versuchte es mit der „Passwort vergessen“-Funktion, aber auch das half nicht. Glücklicherweise entdeckte ich dann die Lösung in diesem Artikel. Erst werden einige andere Problemquellen behandelt, aber dann wird auf die Problematik eingegangen, die entsteht, wenn man manuell die Tabellenbenennungen von WordPress verändert. Nachdem ich das Problem nun gelöst hatte, musste ich mich nur noch um die Anzeige der Bilder kümmern. D.h. In den entsprechenden Ordner in WordPress hochladen und dann mittels Suchen und Ersetzen in der MySQL-Datenbank für die entsprechenden Linkanpassungen der Bilder in den Artikeln sorgen.

Ein letztes enervierend nachhaltiges Problem war die nicht funktionierende Umleitung von Aufrufen mit vorgestelltem „www“. Der Aufruf von nsah.de funktionierte problemlos, während der Aufruf von www.nsah.de immer ins Leere lief (dachte ich jedenfalls). Aber auch hier könnte ich endlich eine Lösung finden.

Jetzt geht es nur noch um die Installation einiger Plugins und die Wahl und das Anpassen des Themes.

==> endlich geschafft 🙂 !

Fazit und Ausblick:

Was habe ich gelernt und welche Schlüsse ziehe ich daraus:

  1. Ich habe hier jede Menge Know-How bzgl. dem Einsatz und Umgang mit WordPress, Drupal und anderen CMS sammeln können3. In dieser Hinsicht ist der Betrieb dieser Seite extrem erfolgreich gewesen.
  2. Ich habe Erfahrungen im Treffen von Entscheidungen in Spannungsfeldern sammeln können (oft werden diese als magische Dreiecke bezeichnet). Diese Spannungsfelder entstehen aus den verschiedenen Kriterien, die man erfüllt sehen möchte, aber die sich nie vollkommen unter einen Hut bringen lassen, da die benötigten Rahmenbedingungen zur Erfüllung des einen Kriteriums sehr oft im Gegensatz zu den benötigten Rahmenbedingungen zur Erfüllung eines der anderen wichtigen Kriterien stehen. Man findet bei dem Einsatz eines weit verbreiteten CM/S Sytems viel schneller und leichter Hilfe bei Problemen, aber dafür hat man meist ein höheres Sicherheits- und Spamrisiko, als bei weniger verbreiteten Systemen. Man kann viel Zeit in den Aufbau und die Pflege einer Website stecken, damit diese genau den eigenen Anforderungen entspricht, aber dafür hat man dann weniger Zeit für das Verfassen und Veröffentlichen von Texten auf dieser Website.
  3. Kontakte und Freunde gefunden. Besonders freue ich mich über meine Freundschaft zu Frank Helmschrott, die ohne diese Website vermutlich nie entstanden wäre 🙂 . Hinzu kommt der Besuch einiger BarCamps auf denen ich viele neue Eindrücke sammeln und Kontakte knüpfen konnte.
  4. Anderen helfen können: Auch wenn selbst zu Hochzeiten (hust) sich auf meiner Seite keine Massen an Besuchern einfanden, so konnte ich doch dem einen oder anderen bei der Lösung seines Problems helfen.

Zukünftig will ich oben genannte Lernprozesse sicher weiterführen. Meine weitere Ausrichtung soll aber mehr auf dem Verfassen von Texten liegen als auf dem Herumgebastelt am System der Website (wobei das eine auch eine gute Grundlage für das andere sein kann). Ich habe gerade wieder festgestellt, dass das Verfassen von Texten einerseits eine gute Form der Entspannung und Zerstreuung ist und andererseits hilft es mir meine Gedanken zu klären.

Ich möchte im Grunde einen Schreib-Workflow für mich entwickeln. Dazu gehört für mich das Aneignen eines regelmäßigen Schreibprozesses also die Entwicklung einer konstruktiven Schreibroutine. Mit der Entwicklung des eigentlichen Schreib- und Denkprozesses geht aber für mich auch die Entwicklung eines technischen Workflows einher, der mich beim Schreiben und Veröffentlichen unterstützt. Ich arbeite gerne mit WordPress, Markdown und meinem iPad. D.h. ich werde damit experimentieren mit welchen Abläufen und Apps ich gut arbeiten kann. Genau diese Erfahrungen kann ich praktischerweise hier als Artikel verarbeiten, so dass ich gleichzeitig mehrere Vorhaben und Vorlieben miteinander verbinden kann.

Ich bin sehr gespannt, ob ich es nun regelmäßiger schaffe hier Artikel zu veröffentlichen ^^ !?

Quellen:


  1. Es kann gut sein, dass sich viele der Probleme mit der aktuellen Version längst gelöst haben. 
  2. Die meistgenutzte Plugin Lösung für das Domain Mapping ist ja das vom WordPress Entwickler Doncha bereitgestellte WordPress MU Domain Mapping Plugin. Damals war das noch in einem Beta Stadium und brachte irgendwelche Probleme mit sich, so dass ich mich für das deutlich unbekanntere und dazu noch kostenpflichtige Multi-Domains Plugin von wpmudev entschieden hatte. 
  3. Nicht zu vergessen die Handhabung von Hostingsystemen verschiedenster Anbieter.