Desktop-Editor: BlogDesk

von Nils am 15. November 2007

BPlogoklIch habe grade entdeckt, dass auf Prinzzess`Allerlei soeben eine Blog-Parade mit dem Thema Blog-Editoren begonnen hat. Da ich nach längerer Blogabstinenz im Moment wieder häufiger etwas verfasse, will ich den Anlass nutzen und hier ein wenig dazu schreiben. Ich werde mich mal an Ute’s Fragen entlanghangeln:

Welchen Editor nutzt ihr zum Bloggen und Extern oder intern?

Wenn es schnell gehen soll und für kleinere Änderungen in der Regel den in WordPress bzw. Drupal integrierten Online-Editor. Für längere Texte und insbesondere zum Einfügen von Bildern BlogDesk.

blogdesk screenshot 1

Kosten?

BlogDesk ist kostenfrei verfügbar. Der Entwickler freut sich natürlich trotzdem über freiwillige Spenden :) .

Warum gerade diesen?

  • mir ist BlogDesk mit als erstes begegnet
  • die integrierte Funktion zum Einfügen von Bildern ist meiner Ansicht nach bisher die beste, die ich je gesehen habe: sehr funktionell und dabei trotzdem sehr übersichtlich und einfach handhabbar:

blogdesk screenshot 2

  • läuft bei mir bisher sehr stabil und ich hatte bisher kaum Probleme
  • steckt ein deutscher Entwickler dahinter, so dass einerseits sprachliche Besonderheiten wie z.B. die Umlaute keine Probleme bereiten, ein deutsches Interface dazugehört und andererseits ist auch Support in Deutsch möglich

Welche Besonderheiten bietet er?

  • Wie bereits erwähnt die geniale Funktion zum Einfügen von Bildern.
  • Unterstützt viele Blogsysteme (WordPress, Drupal, Serendipity, ExpressionEngine, etc.)
  • sehr gut finde ich auch die Möglichkeit bereits im Blog veröffentlichte Artikel nachträglich mit Blogdesk zu bearbeiten

Welche Features vermisst ihr?

Bisher habe ich eigentlich keine vermisst. Wenn ich mir die aktuelle Version des Windows Live Writer ansehe, wäre vielleicht das ein oder andere Feature nett, aber nicht unbedingt nötig (z.B. Beitragsanzeige im Bloglayout). Aber dafür wirkt der Live Writer auf mich auch wieder zu verspielt und überladen.

Support bei Problemen?

Es gibt auf der Website ein deutschsprachiges Supportforum.

Bemerkungen

BlogDesk hat einige nette Features, die ich bisher nicht nutze wie z.B. Textbausteine, Notizbuch, Generator für Technorati Tags, das Einfügen von “normalen” Tags, Rechtschreibprüfung.

Mögliche Konkurrenten

Ich habe mir schon den einen oder anderen Desktopeditor angesehen, aber keiner konnte mich bisher von BlogDesk weglocken:

Windows Live Writer

Der Live Writer ist bisher die einzige Software, die es für meine Bedürfnisse mit BlogDesk aufnehmen kann. Er ist ebenfalls kostenfrei verfügbar, besitzt einige Features, die BlogDesk nicht bietet, und es gibt die Möglichkeit den Live Writer mittels Plugins zu erweitern. Dazu finden sich Tipps und Anregungen in dem deutschen Windows Live Writer Blog. Ich vermute mal, dass der Live Writer im Laufe der Blog Parade noch genauer vorgestellt werden wird.

ecto

Auf ecto bin ich über Manuela (Wie ich blogge – Blogging-Tools im Schnelldurchlauf) aufmerksam geworden. Ursprünglich eine Mac-Software, die mittlerweile auch für Windows verfügbar ist. Es ist zwar etwas her, aber als ich die Win-Version getestet habe, lief diese etwas hakelig und ich konnte mich nicht so recht damit anfreunden. Für Mac Freunde gibt es einen ausführlichen Erfahrungsbericht unter Bloggen mit ecto. Es gibt eine 21-Tage Testversion. Der Preis der Vollversion beträgt 17,95 $.

MarsEdit

reine Mac OS Software. Es gibt eine 30-Tage Testversion. Der Preis der Vollversion beträgt 29,95 $.

BlogJet

Ist BlogDesk sehr ähnlich, dabei aber komplett englischsprachig und hat für mich weder überzeugende Features noch die geniale Einfügfunktion für Bilder. Preis beträgt wohl 29,95 $.

So, nun bin ich mal gespannt auf die anderen Beiträge der Blog-Parade: Blog-Editoren.

{ 4 Kommentare… lies sie unten oder schreib selbst einen }

1 Jochen November 16, 2007 um 09:50

Servus Nils,

schön dass man von dir wieder was hört.

Ich habe mich vor kurzem mal ins Thema “Editoren” eingearbeitet und probiere mich jetzt an Vim/GVim.

Da ist der Blogbeitrag, warum ich gerade an Gvim rumwerkel:
http://www.blogatelier.de/2007/11/10/one-editor-to-rule-them-all-vim/

2 Nils Schulte am Hülse November 18, 2007 um 14:05

Hallo Jochen,

das klingt ja schon richtig professionell. Kann man denn überhaupt mit solch einem Editor einigermaßen komfortabel Blogbeiträge erstellen? Ich hatte Vim/Gvim eher in die Ecke für professionelle Programmschreiber oder Sourcecodeentwickler gepackt.

3 Jochen November 18, 2007 um 14:41

Keine Ahnung. Ich schreibe ja derzeit eher auf fifuttern.de und da sind die Beiträge zeitintensiv. Ich kopiere dann einfach den Text in den Editor von Wordpress und lies diesen dabei gleich gegen.

Bilder mach ich mit Gimp und lad ich übers Wordpress Upload Teil hoch. Wie gesagt wenn ich 5 Stunden an einem Beitrag schreibe ist mir egal ob das Formatieren und Poste nun 3 oder 5 min dauert :-) .

Vim kann sehr viel und da es ein Editor ist, werde ich vermutlich nichts mehr anderes lernen müssen, wenn ich für irgendein Programm Text schreiben muss. Dann kommt noch dazu dass du vom Editor auch auf den Linuxrechner zugreifen kannst und alles nur mit der Tastatur – enormes Potential, mal schauen wohin mich die Reise bringt. Bis jetzt bin ich zuversichtlich mit Vim die Allzweckwaffe schlecht hin gefunden zu haben.

Bei mir ist es natürlich auch so, dass ich unter Linux unterwegs bin und bleiben will, daher wage ich mich mal an den Schritt ran. Bis jetzt gefällt es mir ganz gut und bei jedem Text lern ich was, dank dem Support im IRC Vim Channel. In ein paar Monaten kann ich ber Sinn und Unsinn von Vim für mich sicher mehr schreiben.

Cheers

4 Nils Schulte am Hülse November 18, 2007 um 14:55

Ich will mir zwar im Grunde gerne mal Linux installieren, aber die Kosten-/Leistungsrechnung geht da für mich einfach im Moment nicht auf. Ich habe in der Regel wenig Zeit um meine Lernkurve in Sachen neuer Systeme zu pflegen. In Windoof kenne ich mich bestens aus, habe alles in der Regel zufriedenstellend installiert und kann mich da auf die eigentlichen Dinge, die zu erledigen sind konzentrieren. Insofern wird Linux warten müssen bis ich mehr Zeit erübrigen kann/möchte.

Dass es Dir bei umfangreichen Beiträgen nicht auf die Minute ankommt kann ich gut nachvollziehen. Für mich ist der Vorteil eines eher “Breitensport”-freundlichen Desktopeditors, dass ich meinen Text zügig verfassen kann. In der Regel ist mir dabei eine WYSIWYG-Ansicht hilfreich und eine Funktion um Bilder in gewünschter Form in den Text einzubauen. Dabei möchte ich mich eigentlich nicht so gerne mit div-tags etc. rumschlagen. Hierfür ist BlogDesk ideal, wobei ich grade angeregt durch die Blog-Parade auch den Windoew Live Writer ausprobiere, der mit seiner Pluginfähigkeit einiges zu bieten hat.

Ach ja, Dein neues Projekt fitfuttern werde ich mir gleich mal ansehen … ;) !

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